Neurofeedback zunehmend auch in der Schweiz bekannt

Laut Pressemitteilung vom 25.03.2019 werden Neuro- und Biofeedbackbehandlungen in der Schweiz nun auch in Solothurn angeboten.

„Mit modernem Neurofeedbacktraining können in kurzer Zeit erstaunlich positive Ergebnisse erzielt werden. Das geschieht durch Gehirnwellentraining sowie der Rückkopplung (Feedback) ans Gehirn und verschiedene audiovisuelle Animationen. Mit Neurofeedback können Schwierigkeiten, die auf eine Fehlregulation im Gehirn zurückzuführen sind, therapiert werden und die Patienten bekommen ihre Beschwerden sehr gut in den Griff, um ein normales Leben zu führen“, so René Zahno von BSC Beratung in Solothurn, der sich mit seinem Expertenteam auf die Neurofeedbackbehandlung von Kindern, Erwachsenen und Sportlern spezialisiert hat.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Auch Columbia University forscht zu Neurofeedback

Wie das Nachrichtenprotal „pressetext“ am 14.03.2019 berichtet, haben nun auch Forscher der renommierten Columbia University in New York eine Neurofeedback-Anwendung entwickelt.

Auch das System der US-Amerikaner mache es möglich, Gehirnaktivitäten über ein EEG in Echtzeit abzubilden und als Feedback zu präsentieren.

In einer ersten Studie mit 20 Probanden stellten die Forschenden fest, dass die Teilnehmenden über das Neurofeedback in der Lage waren, die Aktivierungszustände des eigenen Körpers zu beeinflussen. Beispielsweise gelang es den Probanden so, ihre Erregung zu reduzieren und ihre Leistungen zu optimieren.

Die Forscher der Columbia University können sich eine Anwendung von Neurofeedback in verschiedenen Bereichen vorstellen und wollen zunächst untersuchen, wie es zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen, aber auch in der Mensch-Maschine-Interaktion in der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern, genutzt werden könne.

Zur vollständigen Pressemeldung gelangen Sie hier.

ARD berichtet über neues Diagnoseverfahren bei ADHS

In einem Beitrag vom 16.03.2019 berichtet Das Erste in dem Format „W wie Wissen“ über ein innovatives Diagnoseverfahren bei ADHS, das Fehlbehandlungen mit Ritalin reduzieren soll.

Andreas Müller, Psychiater am ADHS Kompetenzzentrum Ostschweiz erklärt, wie dieses neue Verfahren, das auf dem EEG, also der Ableitung der elektrischen Aktivität des Gehirns beruht, funktioniert. In einer Studie hat Müller die Hirnströme von 500 ADHS-Patienten untersucht und mit denen von Gesunden verglichen. Auf Basis dieser großen Datenmenge konnten ADHS-Biomarker identifiziert und bestimmte Subtypen der Erkrankung bestimmt werden. Laut Müller kann die Zuordnung zu einem solchen Subtypen darüber Auskunft geben, ob eine Behandlung mit Ritalin erfolgsversprechend sei, was nur bei etwa 60% der Betroffenen der Fall ist.

Die EEG-Biomarker Diagnostik bei ADHS kann also dazu beitragen, dass Medikamente gezielter verordnet werden und ihre Wirksamkeit im Verlauf schneller untersucht werden kann. Die Ergebnisse der Studie müssten jedoch noch weiter validiert werden, bisher werde das neue Verfahren in den USA und der Schweiz als Baustein der ADHS Behandlung eingesetzt.

Hier gelangen Sie zum vollständigen Videobeitrag des ARD.

Hirnaktivität als Biomarker für die Therapie bei Menschen mit Autismus

Wie das Forschungszentrum Jülich in einer Pressemitteilung vom 06. März 2019 bekanntgab, ist es Forschenden gelungen, bestimmte Aktivitätsmuster im Gehirn von Menschen mit Autismus als Biomarker zu identifizieren.

Forscher aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien konnten gemeinsam bestimmte Aktivitätsmuster des Gehirns bei Menschen mit Autismus identifizieren können. Dafür untersuchen sie in einer Studie die Muster der sogenannten funktionellen Konnektivität des Gehirns bei mehr als 800 Autisten. Die dabei identifizierten konsistenten Muster können langfristig als Biomarker in der Therapie eingesetzt werden. Mediziner könnten künftig untersuchen, ob bestimmte Behandlungen die Hirnmuster in Richtung gesunder Muster verschieben und damit einen verbesserten Gesundheitszustand erzielen.

Auch Neurofeedback arbeitet mit spezifischen Aktivitätsmustern des Gehirns. Weltweit laufen derzeit Studien, die versuchen, Biomarker für weitere psychische Erkrankungen zu identifizieren. Ebenso wird untersucht, inwiefern sich diese Biomarker durch Therapien wie Neurofeedback verändern.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Science Translational Medicine“ veröffentlicht. Die vollständige Pressemitteilung des Forschungszentrum Jülich finden Sie hier.

Marburger Studie zu Neurofeedback bei Tinnitus

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, erforschen Wissenschaftler der Universität Marburg in einer Studie Neurofeedback als Behandlungsmöglichkeit bei Tinnitus.

Mit der Neurofeedback-Therapie, bei der die Patienten erlernen, neuronale Prozesse zu regulieren, die normalerweise unwillkürlich ablaufen, soll zum einen darin unterstützen, die Ohrgeräusche zu vermindern. Zum anderen könne sie auch die Wahrnehmung des Tinnitus positiv beeinflussen, so Psychologen der Universität Marburg.

Den vollständigen Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 26.02.2019 finden Sie hier.

Kann Neurofeedback Tinnitus lindern?

Wie das Portal „innovations-report“ am 05.02.2019 berichtet, untersuchen Forschende der Universität Marburg den Einsatz von Neurofeedback bei Tinnitus.

Tinnitus werde durch aktive im Neurone im Gehirn verursacht, die ein Phantomgeräusch produzierten, obwohl kein Geräusch von außen vorhanden sei. So beschreibt der dänische Psychologe Jensen, der selber mit Tinnitus lebt, die Krankheit. Die Forscher um Jensen und Dr. Cornelia Weise erhoffen sich, mit Neurofeedback die Geräusche im Ohr zu vermindern, sodass Betroffen damit besser zurecht kämen. Außerdem könnten Wahrnehmung und Bewertung des Tinnitus durch die Betroffenen verändert werden. Die Studie ist eine Kooperation der Universität Marburg und des Eriksholm Research Center in Kopenhagen.

Den vollständigen Artikel von „innovations-report“ finden Sie hier. Weitere Informationen zum Studienvorhaben und der möglichen Studienteilnahme finden Sie hier.

Neurofeedback verbessert Lernerfolg

Wie „n-tv“ am 18.1.2019 berichtet, konnte ein Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum zeigen, dass Neurofeedback Lernerfolg steigern kann.

Teilnehmer der Studie, die mit Neurofeedback gezielt das Verstärken von bestimmten Hirnströmen trainiert haben, schnitten bei Lernaufgaben besser ab als Teilnehmer mit verringerten Hirnströmen. Durch dieses gezieltes Verstärken von Hinströmen lässt sich die Aufmerksamkeit fördern und damit die Lernfähigkeit verbessern.

Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Neurofeedback Training nicht nur Lernen im Alltag unterstützen kann, sondern auch die klinische Rehabilitation beschleunigen kann.

Den vollständigen Artikel von „n-tv“ finden sie hier.

Situation und Versorgung psychisch erkrankter Kinder deutschlandweit unterschiedlich

In einer Mitteilung vom 20.11.2018 beleuchtet die Ärzte Zeitung online, basierend auf Daten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) die Versorgungsstruktur psychisch kranker Kinder in Deutschland. Nicht alle von ihnen befinden sich in fachärztlicher Behandlung.

(München, 06.12.2018) Nach Abrechnungsdaten des ZI wurde im vergangenen Jahr bei minderjährigen Patienten insgesamt 14,5 Millionen Mal eine Diagnose für eine psychische Erkrankung gestellt. Damit habe in den Jahren 2009 bis 2017 etwa jedes vierte Kind bzw. jeder vierte Jugendliche in mindestens einem Quartal eine solche Diagnose erhalten. Die Diagnoseprävalenz für ADHS sei in diesem Zeitraum leicht gestiegen, von 4,1 % in 2009 auf 4,3 % in 2016. Dabei seien die regionalen Unterschiede nach wie vor hoch, sie variierten zwischen 1,6 und fast 10 %, je nach Region.

Nur zwei Drittel der psychisch erkrankten jungen Menschen würden jedoch von einem Facharzt versorgt werden, im übrigen Drittel seien aber rund 87% in allgemein- oder kinderäztlicher Versorgung. Zukünftig sollten junge Patienten schneller an Fachpersonen verwiesen werden, nicht zuletzt um auch Haus- und Kinderärzte zu entlasten. Gründe für die ausbleibende Inanspruchnahme ärztliche Leistungen seien vor allem Angst vor Stigmatisierung und lange Wartezeiten, so die Ärztezeitung.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier .

Robert-Koch-Institut: psychische Auffälligkeiten häufig

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat aktuelle Daten aus der Studie zu der gesundheitlichen Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) veröffentlicht.

Die häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen unter Heranwachsenden sind laut RKI Allergische Erkrankungen, psychische Auffälligkeiten und Verletzungen durch Unfälle.
16,9% der Kinder und Jugendlichen zeigten in der aktuellen Erhebung psychische Auffälligkeiten. Im zeitlichen Verlauf zeigte sich jedoch ein positiver Trend,  in der KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006 waren noch 20% aller Kinder psychisch auffällig. Der leichte Rückgang ist vermutlich durch in den letzten Jahren gestiegene mediale und wissenschaftliche Aufmerksamkeit und daraus resultierende gesundheitspolitische Initiativen und Versorgungsmaßnahmen zu begründen.

Unter den psychischen Erkrankungen zeigt wiederum ADHS die höchsten Fallzahlen, laut RKI haben 4,4% der Kinder eine entsprechende Diagnose. Auch dieser Wert liegt einen Prozentpunkt unterhalb der Basiserhebung. Weiterhin konnte beobachtet werden, dass psychische Auffälligkeiten bei niedrigem sozioökonomischen Status vermehrt auftreten.

Den vollständigen Bericht des RKI finden sie hier, im Journal of Health Monitoring

Klinik in Österreich behandelt Patienten mit Neurofeedback

Im Salzkammergutklinikum Vöcklabruck werden seit einigen Monaten Patienten mit AHDS oder Depressionen mit Neurofeedback behandelt.

Wie die Oberösterreichischen Nachrichten am 22.08.2018 berichten, setzt die Salzkammergutklinik Vöcklabruck Neurofeedback als Behandlungsmethode bei stationären Patienten ADHS und schwer behandelbaren Depressionen ein. Der Artikel erklärt den Ursprung von Neurofeedback sowie das Verfahren selber. Unter anderem berichtet auch Primar Christoph Silberbauer, Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin am Salzkammergutklinikum Vöcklabruck Artikel über Funktion, Dauer und Erfahrungen in der Neurofeedback Therapie.

Den vollständigen Artikel können Sie hier abrufen