Neurofeedback Training für besseren Umgang mit Prothesen

Die Universität Paderborn hat ein neues Verfahren entwickelt, das nach dem Verlust von Gliedmaßen dabei helfen soll, den Umgang mit Prothesen schneller und besser zu erlernen. Diese Verfahren basiert im Wesentlichen auf Neurofeedback.

Das Neurofeedback-System soll Patienten bei der Aneignung der neuen Prothese unterstützen. Entwickelt wurde es im Rahmen eines Forschungsprojekts der Fachbereiche Trainings- und Neurowissenschaften sowie Angewandte Informatik. Das zentrale Nervensystem lenkt das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven und spielt damit eine wichtige Rolle im Erlernen des Umgangs mit Prothesen. Durch die Neurofeedback Anwendung, bei der über visuelle Rückmeldung alltägliche Bewegungsabläufe virtuell trainiert werden, werde der Aneignungsprozess stark verkürzt und verbessert.

Den vollständigen Beitrag des Westfalen-Blatt vom 06.05.2019 finden Sie hier.

Neurofeedback in der Rehabilitation – Visionärer Einsatz

In einem Interview vom 17.04.2019 mit der Nordwest-Zeitung berichtet Dr. Cornelia Kranzloch von der Universität Oldenburg von der Behandlung von Patienten mit Lähmungserscheinungen, beispielsweise in Folge eines Schlaganfalls.

Die Vision der Forschenden aus der Arbeitsgruppe für Neurokognition und funktionale Neurorehabilitation sei, dass Patienten mit Lähmungserscheinungen sich wieder möglichst gut bewegen können. Die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit geschehe dabei maßgeblich über die Vorstellung von Bewegung. Im Gehirn werden dabei ähnliche Regionen aktiviert wie bei der tatsächlichen Bewegung. Auch Neurofeedback sei Teil dieser Behandlung, so Kranzloch.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Augsburger Allgemeine berichtet über Neurofeedback

In einem Artikel vom 24.03.2019 berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung über Neurofeedback als neue Therapiemethode für psychische Erkrankungen wie Depressionen und Hyperaktivität.

In dem Artikel wird ein Behandlungsfall vorgestellt und  die Psychologin und Neurofeedback-Forscherin Dr. Ute Strehl kommt zu Wort. Dabei erfolgt durchaus auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neurofeedback-Verfahren.

Den vollständigen Artikel der Augsburger Allgemeinen Zeitung finden Sie hier.

Neurofeedback zunehmend auch in der Schweiz bekannt

Laut Pressemitteilung vom 25.03.2019 werden Neuro- und Biofeedbackbehandlungen in der Schweiz nun auch in Solothurn angeboten.

„Mit modernem Neurofeedbacktraining können in kurzer Zeit erstaunlich positive Ergebnisse erzielt werden. Das geschieht durch Gehirnwellentraining sowie der Rückkopplung (Feedback) ans Gehirn und verschiedene audiovisuelle Animationen. Mit Neurofeedback können Schwierigkeiten, die auf eine Fehlregulation im Gehirn zurückzuführen sind, therapiert werden und die Patienten bekommen ihre Beschwerden sehr gut in den Griff, um ein normales Leben zu führen“, so René Zahno von BSC Beratung in Solothurn, der sich mit seinem Expertenteam auf die Neurofeedbackbehandlung von Kindern, Erwachsenen und Sportlern spezialisiert hat.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Auch Columbia University forscht zu Neurofeedback

Wie das Nachrichtenprotal „pressetext“ am 14.03.2019 berichtet, haben nun auch Forscher der renommierten Columbia University in New York eine Neurofeedback-Anwendung entwickelt.

Auch das System der US-Amerikaner mache es möglich, Gehirnaktivitäten über ein EEG in Echtzeit abzubilden und als Feedback zu präsentieren.

In einer ersten Studie mit 20 Probanden stellten die Forschenden fest, dass die Teilnehmenden über das Neurofeedback in der Lage waren, die Aktivierungszustände des eigenen Körpers zu beeinflussen. Beispielsweise gelang es den Probanden so, ihre Erregung zu reduzieren und ihre Leistungen zu optimieren.

Die Forscher der Columbia University können sich eine Anwendung von Neurofeedback in verschiedenen Bereichen vorstellen und wollen zunächst untersuchen, wie es zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen, aber auch in der Mensch-Maschine-Interaktion in der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern, genutzt werden könne.

Zur vollständigen Pressemeldung gelangen Sie hier.

ARD berichtet über neues Diagnoseverfahren bei ADHS

In einem Beitrag vom 16.03.2019 berichtet Das Erste in dem Format „W wie Wissen“ über ein innovatives Diagnoseverfahren bei ADHS, das Fehlbehandlungen mit Ritalin reduzieren soll.

Andreas Müller, Psychiater am ADHS Kompetenzzentrum Ostschweiz erklärt, wie dieses neue Verfahren, das auf dem EEG, also der Ableitung der elektrischen Aktivität des Gehirns beruht, funktioniert. In einer Studie hat Müller die Hirnströme von 500 ADHS-Patienten untersucht und mit denen von Gesunden verglichen. Auf Basis dieser großen Datenmenge konnten ADHS-Biomarker identifiziert und bestimmte Subtypen der Erkrankung bestimmt werden. Laut Müller kann die Zuordnung zu einem solchen Subtypen darüber Auskunft geben, ob eine Behandlung mit Ritalin erfolgsversprechend sei, was nur bei etwa 60% der Betroffenen der Fall ist.

Die EEG-Biomarker Diagnostik bei ADHS kann also dazu beitragen, dass Medikamente gezielter verordnet werden und ihre Wirksamkeit im Verlauf schneller untersucht werden kann. Die Ergebnisse der Studie müssten jedoch noch weiter validiert werden, bisher werde das neue Verfahren in den USA und der Schweiz als Baustein der ADHS Behandlung eingesetzt.

Hier gelangen Sie zum vollständigen Videobeitrag des ARD.

Hirnaktivität als Biomarker für die Therapie bei Menschen mit Autismus

Wie das Forschungszentrum Jülich in einer Pressemitteilung vom 06. März 2019 bekanntgab, ist es Forschenden gelungen, bestimmte Aktivitätsmuster im Gehirn von Menschen mit Autismus als Biomarker zu identifizieren.

Forscher aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien konnten gemeinsam bestimmte Aktivitätsmuster des Gehirns bei Menschen mit Autismus identifizieren können. Dafür untersuchen sie in einer Studie die Muster der sogenannten funktionellen Konnektivität des Gehirns bei mehr als 800 Autisten. Die dabei identifizierten konsistenten Muster können langfristig als Biomarker in der Therapie eingesetzt werden. Mediziner könnten künftig untersuchen, ob bestimmte Behandlungen die Hirnmuster in Richtung gesunder Muster verschieben und damit einen verbesserten Gesundheitszustand erzielen.

Auch Neurofeedback arbeitet mit spezifischen Aktivitätsmustern des Gehirns. Weltweit laufen derzeit Studien, die versuchen, Biomarker für weitere psychische Erkrankungen zu identifizieren. Ebenso wird untersucht, inwiefern sich diese Biomarker durch Therapien wie Neurofeedback verändern.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Science Translational Medicine“ veröffentlicht. Die vollständige Pressemitteilung des Forschungszentrum Jülich finden Sie hier.

Marburger Studie zu Neurofeedback bei Tinnitus

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, erforschen Wissenschaftler der Universität Marburg in einer Studie Neurofeedback als Behandlungsmöglichkeit bei Tinnitus.

Mit der Neurofeedback-Therapie, bei der die Patienten erlernen, neuronale Prozesse zu regulieren, die normalerweise unwillkürlich ablaufen, soll zum einen darin unterstützen, die Ohrgeräusche zu vermindern. Zum anderen könne sie auch die Wahrnehmung des Tinnitus positiv beeinflussen, so Psychologen der Universität Marburg.

Den vollständigen Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 26.02.2019 finden Sie hier.

Kann Neurofeedback Tinnitus lindern?

Wie das Portal „innovations-report“ am 05.02.2019 berichtet, untersuchen Forschende der Universität Marburg den Einsatz von Neurofeedback bei Tinnitus.

Tinnitus werde durch aktive im Neurone im Gehirn verursacht, die ein Phantomgeräusch produzierten, obwohl kein Geräusch von außen vorhanden sei. So beschreibt der dänische Psychologe Jensen, der selber mit Tinnitus lebt, die Krankheit. Die Forscher um Jensen und Dr. Cornelia Weise erhoffen sich, mit Neurofeedback die Geräusche im Ohr zu vermindern, sodass Betroffen damit besser zurecht kämen. Außerdem könnten Wahrnehmung und Bewertung des Tinnitus durch die Betroffenen verändert werden. Die Studie ist eine Kooperation der Universität Marburg und des Eriksholm Research Center in Kopenhagen.

Den vollständigen Artikel von „innovations-report“ finden Sie hier. Weitere Informationen zum Studienvorhaben und der möglichen Studienteilnahme finden Sie hier.

Neurofeedback verbessert Lernerfolg

Wie „n-tv“ am 18.1.2019 berichtet, konnte ein Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum zeigen, dass Neurofeedback Lernerfolg steigern kann.

Teilnehmer der Studie, die mit Neurofeedback gezielt das Verstärken von bestimmten Hirnströmen trainiert haben, schnitten bei Lernaufgaben besser ab als Teilnehmer mit verringerten Hirnströmen. Durch dieses gezieltes Verstärken von Hinströmen lässt sich die Aufmerksamkeit fördern und damit die Lernfähigkeit verbessern.

Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Neurofeedback Training nicht nur Lernen im Alltag unterstützen kann, sondern auch die klinische Rehabilitation beschleunigen kann.

Den vollständigen Artikel von „n-tv“ finden sie hier.